Neues Förderprojekt WiNCO2 startet
Industrie
Viele Industriezweige stellen Produkte aus fossilem Kohlenstoff her, von Kunststoffen über Schmierfette bis hin zu Kosmetika. Um unsere Industrie zur Klimaneutralität umzuformen, muss dieser fossile Kohlenstoff durch möglichst erneuerbar gewonnenen Kohlenstoff ersetzt werden. Dafür bietet sich abgeschiedenes Kohlendioxid (CO2) an. Trotz vielversprechender technologischer Ansätze zur Gewinnung und Verwendung von CO2 sind darauf basierende Produkte bislang kaum auf dem Markt zu finden. Ursachen sind unter anderem hohe Kosten, niedrige technologische Reife, fehlende Skalierung, regulatorische Unsicherheiten sowie eine unzureichende Integration in bestehende industrielle Prozesse.
Gleichzeitig besteht ein hoher Bedarf an Vernetzung, Wissenstransfer und strukturierter Aufbereitung von Erkenntnissen, um innovative Technologien schneller in die Anwendung zu bringen und ihre gesellschaftliche Akzeptanz zu stärken. hySOLUTIONS übernimmt diese Aufgabe, indem sie das zentrale Vernetzungs- und Transfervorhaben in der Förderbekanntmachung „Disruptive Ansätze zur industriellen Nutzung von CO₂“ (DISCO₂) koordiniert. Dabei begleitet hySOLUTIONS die geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekte, sorgt für mehr Sichtbarkeit der Projekte und bringt Handelnde aus Forschung, Industrie, Politik und Gesellschaft miteinander ins Gespräch.
Ziel ist es, Synergien zu identifizieren, Wissen zielgruppengerecht aufzubereiten und den gesellschaftlichen Dialog zur CO₂-Nutzung zu stärken. Damit trägt das Vorhaben zur Verbreitung disruptiver Ansätze der CO₂-Umwandlung, zur Vorbereitung des industriellen Einsatzes sowie zur Unterstützung von techno-ökonomischen Analysen und Wissenstransferaktivitäten bei.
Ergänzend werden von Partnern zwei begleitende Studien durchgeführt: Eine Studie analysiert bestehende rechtliche Rahmenbedingungen und identifiziert regulatorische Hemmnisse für CO₂-basierte Technologien, um Handlungsempfehlungen für innovationsfreundliche und nachhaltige Regelungen zu entwickeln. Eine weitere Studie untersucht technologische Ansätze zur Reduktion von atmosphärischem Methan – einem besonders wirksamen Treibhausgas – und schafft damit eine fundierte Grundlage für zukünftige Forschungs- und Förderstrategien im Klimaschutz.
Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Rahmen der Strategie zur Forschung für Nachhaltigkeit (FONA) zum Thema „Disruptive Ansätze zur industriellen Nutzung von CO2 (DISCO2)“ gefördert.

